Berge und Hochtouren

English Hungary Spain Nederland French Italian

Hoher Angelus mit seinem markanten Gipfelgletscher - gesehen von der Tschenglser Hochwand
Startseite alle Berge Jahresarchiv Gebirgsregionen Hochtouren Klettersteige Wanderungen Berghütten Kontakt Gästebuch Impressum

zurück zur Tourübersicht

Startseite

Bergkastelspitze

Hoher Angelus 3.521 m

29.08.2008 / einer der bekannten Bergriesen im Ortlergebirge

Kartenausschnitt - geographische Lage: 46° 32′ 44″ N, 10° 38′ 50″ O

Kurzbeschreibung Tagestour / "Reinstadler Route" über Südwestgrat

Anfahrt über St. Gertraud (Sulden) auf der Staatsstrasse 38, bis zum Parkplatz des Kanzellifts. Startpunkt an die Bergstation des Kanzellifts auf 2.348 Hm. Die Höhenleistung zum Gipfel über die Düsseldorfer Hütte beträgt damit 1.171 Hm. Wir nutzen den – eigentlich gesperrten alten - Weg Nr. 12 der gemütlich und stets sanft ansteigend bis zur Düsseldorfer Hütte führt. Derart beflügelt benötigen wir nur knapp 1 Std. bis zur Hütte

Kurz hinter der Hütte an einem kleinen See des Zayabachs gabelt sich der Weg und führt als Nr. 2 in ca. 2 ½ Std. weiter zum Hohen Angelus. Über Blockwerk vorbei am Gletschersee bis zum Fuß des markanten und schon von der Hütte aus sichtbaren Felsensporn. Auf dessen Schulter führt der Weg in Serpentinen, teilweise ausgesetzt, teilweise senkrecht ca. 40 m mit mehreren Seilsicherungen nach oben. Ab da ist der Weg weniger steil und verläuft mittelsteil, unterbrochen durch mehrere kleine Steilaufschwünge, über Blockgrat zum Gipfelkreuz.

Den Vorgipfel unterhalb bis zur Scharte umgehen und die letzen Meter zum Kreuz aufsteigen. Abstieg über die Aufstiegsroute. ca. 2,5 Std. bis zum Kanzellift. Grandiose Aussicht zur benachbarten Vertainspitze, Tschenglser Hochwand, Hinteres Schöneck und Hintere Schöntaufspitze.

Der komplette Gipfel ist ein einziger Trümmerberg, loser aufeinander liegender Felsen und Blöcke. Vorsicht neben dem Weg, da jeder Stein, jeder Griff nachgibt. Das Gipfelkreuz wird wohl eines Tages zum Tal „abfahren“.

Bergwertung Höhenmeter 1.171 Hm Ausgangspunkt Hüttenwertung Düsseldorfer Hütte 2.721m
Kondition normal (800 Hm ab Hütte) Sulden 1886 m

nach unserer Meinung einer der besten Hütten

Schwierigkeit normal / aber Steinschlag gefährdend

Gehzeit ab Hütte 2-2,5 h bei Benützung des Kanzellifts

Zimmer und Betten gut - auch 2 Bett Zimmer

Wege/ Anlagen mittel da Markierungen teilweise nicht mehr vorhanden sind

Gehzeit gesamt 4,5-5 h 2.350 m Personal freundlich und hilfsbereit

Ausführliche Beschreibung dieser Tour

Angekommen am Parkplatz in Sulden und mit dem Kanzellift komfortabel auf 2.350m chauffiert starten wir auch heute bei ausgezeichneten Wetterverhältnissen erstmal in Richtung Düsseldorfer Hütte und dann weiter zum Hohen Angelus.

Den Weg durch das Zayatal hinauf auf die Stufe, wo sich die Düsseldorfer Hütte befindet.

Hinter der Hütte ist der Weg gut ausgezeichnet in Richtung Hohen Angelus, im Hintergrund mit seinem charakteristischen Gletscher unser Tagesziel.

Natürlich ein Blickfang wert, Königspitze, Monte Zebru und Ortler

Erst durch Geröllablagerungen und am See vorbei geht es zur Einstiegstufe, gut zu erkennen die Erhebung links oben. Wir benützen die bekannte "Reinstadler Route", die praktisch einen eisfreien Zugang zum Gipfel ermöglicht.

Ein Blick zurück in Richtung Düsseldorfer Hütte (Bildmitte) und dem Ortler, links kann man gut das Hintere Schöneck erkennen.

Das erste Steilstück, welches zu überwinden gilt. Gut kann man den Gletscherfluss links erkennen

Das ganze wirkt wie ein grosser Schuttberg, viele lose, auf einander liegende Platten wirken nicht gerade sicher.

Schwierig kann es werden, wenn die Markierungen durch Steinabbrüche und verrutschende Blöcke nicht mehr auffindbar sind.

Auch hier sind aber etwas ausgesetzte Stellen mit Stahlseilen gesichert.

Aber die lose liegenden Platten und Steine mahnen bei jedem Schritt zur Vorsicht.

Weiter hinauf geht es durch regelrechte Verwerfungen von gebrochenen Fels.

Nicht nur an bestimmten Stellen sondern die ganze Tour verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Kurzer Halt auf einer Stufe, im Hintergrund gut den Gletscherauslauf der Vertainspitze zu erkennen.

Weiter folgend den gelben Markerungen auf das obere Plateau, welches sich gleich mit Gipfelsicht eröffnet.

Wie hier gut zu sehen sind die aufeinanderliegende Felsblöcke relativ lose und vermitteln den Eindruck einer baldigen Abfahrt ins Tal.

Der erste Abschnitt ist bewältigt und zeigt den Gipfel mit seiner exponierten Lage.

Hier ein Eindruck von dem Charakter der Tour, Konzentration bei jedem Schritt ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Gipfelsturm.

Besonders hier deutlich zu sehen, dass der Gletscher steil ab dem Gipfelbereich abfällt. Eine Gletschertour zum Gipfel bietet sich erst im oberen Abschnitt der Route an.

Ab hier könnte man die Steigeisen anlegen und über den Gletscher weiter aufsteigen.

Langsam dem Gipfel näher kommend eröffnet sich der Grat als ausgesetzt und bedarf weiter Konzentration und Vorsicht bei jedem Schritt

Frank beim überwinden der Blöcke am Rande des Gletschers, es ist aber nicht mehr weit.

Steil geht es beiderseitig vom Grat abwärts, bei schlechten Wetterverhältnissen wäre es hier schon problematischer.

Die letzten Meter am völlig zerklüfteten Grat zur markanten Spitze.

Die letzten Hindernisse mit Konzentration überwindend...

...sind wir bei besten Wetterverhältnissen glücklich am Gipfel angekommen! Und die Sicht ist atemberaubend!

Dafür lohnt es sich schon...

...die ganzen Mühen des Aufstieges zu investieren....

...um solche Perspektiven, wie hier zum Monte Cevedale, zu erhalten.

Der Blick zurück zur Hütte, kaum zu sehen aber am See zu erahnen.

Die Vertainspitze...

...der Kleine Angelus und weit hinten am Horizont die prächtige Weißkugel.

 Die Tschenglser Hochwand

Die obligatorischen "Beweisfotos" dürfen nicht fehlen :-)

Doch auch nach der schönsten Tour heißt es wieder sich startklar für den Abstieg rüsten...

...und noch einmal Konzentration bewahren. Erst wenn man heil und sicher am Fuße des Berges angekommen ist, dann ist es eine erfolgreiche Tour.

Bzw. beim erfrischendem Radler in der Sonne sitzend und den Gipfel von seiner schönsten Pracht sehen zu können...dann ist es wie heute eine Klasse Tour gewesen und gibt Stoff zum erzählen und träumen von weiteren Gipfelerfolgen.ler in der Sonne sitzend und den Gipfel von seiner schönsten Pracht sehen zu können...dann ist es wie heute eine Klasse Tour gewesen und gibt Stoff zum erzählen und träumen von weiteren Gipfelerfolgen.

Auch hier können wir eine Empfehlung aussprechen, aber die Wetterverhältnisse sollten passen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist Voraussetzung!

Outdoor und Klettern mit Bergfreunde.de

Zurück zum Anfang

   

Copyright © 2010 www.berge-hochtouren.de. Alle Rechte vorbehalten.